von Sabine Nagel

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📖 Darum geht®s

Drei Wochen im Herbst 2009. FĂŒr Manu und Percy geht es in diesen Tagen um alles, was sie sind und was sie waren. Aber sie haben einander, vielleicht jedenfalls, wenn man es bloß genau wĂŒsste, wenn man sich doch nur sicher sein könnte.

FĂŒr Manu wĂ€re es am besten, wenn die Zeit stehen bliebe. Denn alles ist eigentlich ganz gut so, wie es ist. Zwar ist Manus Mutter entweder völlig ĂŒberdreht oder liegt leidend im Bett, doch damit kommt Manu klar, nicht zuletzt wegen der Freundschaft zu Phil, Tom, Lenny und Steffen.

Dann aber begegnet Manu dem verschlossenen EinzelgĂ€nger Percy, der eine SchreibschwĂ€che hat und nie was sagt. Wer hĂ€tte gedacht, dass Percy plötzlich fĂŒr Manu so wichtig wird? Manu beginnt, sich selbst Fragen zu stellen. Vor allem deswegen, weil es mit Percy so anders ist als mit Phil oder den anderen. Aufregend. Neu.

Wenn das mit Percy nur nicht alles durcheinanderbringen wĂŒrde, was Manu bisher von sich selbst dachte, dann könnte es auch schön sein.
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📖 Meine Meinung vom 11.11.2021

Percy und Manu sind zwei Teenager, am Rand zum erwachsen werden und haben schon einiges auf ihren Schultern zu tragen.
Manu ist mit sich eigentlich im Reinen, wird zunehmend mit dem Alter aber unsicherer.
Durch Percy begibt sich Manu dann in eine handfeste IdentitÀtskrise.
Außerdem kann man zum familiĂ€ren Hintergrund sagen: Es ist schwierig. Manus GefĂŒhlswelt hat die Autorin sehr gut beschrieben, sodass ich mich immer mit hineinversetzen konnte. Manchmal wollte ich auch einfach nur ausbrechen, weil mich Manus innerlicher Kampf ganz schön mitgenommen hat. Hier wird gleich an 2 Fronten gekĂ€mpft. Wie viel Verantwortung sollte ein Kind den Eltern abnehmen mĂŒssen und warum ist erwachsen werden plötzlich so schwer?
Und dann ist da Percy. Einfach so. Still und verschlossen.
Aber warum vor Manu nicht? Diese Frage stellt sich Percy nicht nur einmal.
Percys Handicap hat die Autorin großartig in diesen Roman umgesetzt. Er ist ganz besonders. Anders kann man es nicht ausdrĂŒcken. Vor allem schenkt er Manu innere Ruhe, genau wie Manu ihm Frieden schenkt.
Der Aufbau des Buches hat mich ausgesprochen beeindruckt. Und ich rede hier von Percys Perspektiven. Aber um das zu verstehen, mĂŒsst ihr euch das Buch selbst holen.
Viele Rezis gehen auf Percy leise Töne ein, die definitiv hier starke Auswirkungen haben. Aber mich haben doch eher Manus innerliche Schreie aufgewĂŒhlt und aufgerĂŒttelt.
Vom Schreibstil hier finde ich, dass die Autorin da sehr auf die Charaktere eingegangen ist. Manchmal stockend, was den Wirrungen der beiden verschuldet ist und manchmal schön flĂŒssig, als man merkt sie sind gerade in einer geregelten Phase.
Ich fand die Geschichte großartig.

Bewertung: 5 von 5.

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