von Sarah Short

📚 #BemyNerdHerzenspakt #NetGalleyDE #PiperDigital
📖 Darum geht´s
»Der Wind strich kühl um mein Gesicht, meine Hände wurden nicht wärmer. Doch nirgendwo fühlte ich mich in diesem Moment wohler als dicht neben Martin auf dieser Bank neben dem überquellenden Abfalleimer.«
Die achtzehnjährige Jacky braucht keinen Freund, sie braucht ihren Schulabschluss, um endlich ihr Leben selbst in die Hand nehmen zu können. Der gut aussehende Martin, zwanzig und gerade mit der Schule fertig, macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Als sie ihm hilft, einer Schlägerei mit seinen neuen Nachbarn aus dem Weg zu gehen, bietet er ihr einen Pakt an: Er gibt ihr Nachhilfe, damit sie ihren Abschluss schafft, sie spielt seine Freundin, damit er nicht mehr ins Visier der Schläger gerät. Bald fällt es Jacky unerwartet schwer, nur eine Rolle auszufüllen und ihr wahres, von Armut und Sucht geprägtes Leben vor Martin geheim zu halten. Und auch er verschweigt ihr manches …
Quelle: Amazon
Warnung: Dieses Buch enthält potenziell triggernde Inhalte
📖 Meine Meinung vom 02.07.2021
Das war mal eine etwas andere Geschichte. Durchaus auch eine Liebesgeschichte aber mit einem anderen Hauptaugenmerk.
In diesem Buch befinden wir uns in der Heidelberger Hochhaussiedlung mit Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können.
Wir erleben, wie junge Menschen etwas aus ihrem Leben machen wollen, aber die eigenen und auch familiären Umstände es zutiefst erschweren. Sie in einen Strudel geraten, der schwer zu durchbrechen ist.
Besonders im Vordergrund steht hier Jacky, mit ihrer Geschichte. Drum herum ihre Freunde, deren Lebensumstände ständige Begleiter sind.
Dann kommt Martin, nicht ganz freiwillig mit seiner Mutter dazu. Und gleich zu Beginn baut sich eine Art Vertrauensverhältnis auf, dass aber vor allem Jacky erst gar nicht sieht und dann auch nicht sehen will, schließlich ist sie immer auf sich alleine gestellt. Zumindest denkt sie das.
Hier gibt es viele Lernprozesse, die die Freunde und auch Martin durchlaufen.
Trotz der ganzen Umstände geben sich Martin und Jacky ihren Gefühlen hin. Diese leidenschaftlichen Momente hat die Autorin sehr schön beschrieben.
Das Buch schwingt so zwischen Jugendbuch und dem Erwachsen sein, denn mit 18 und 20 sind die Darsteller gerade so in einem Grenzbereich.
Es ist eine dramatische Story und regt sehr zum Nachdenken an. Diese Geschichte ist nicht für zwischendurch geeignet und die Triggerwarnung im Klappentext ist durchaus berechtigt. Im Vorwort wird etwas genauer darauf eingegangen.
Mich hat die Geschichte sehr berührt und bewegt. Sie macht aber auch Mut. Man spürt hier, dass Freunde und Zusammenhalt sehr große Anker sein können.
Vielen Dank für die Bereitstellung dieses Leseexemplares.