Heimkehr

von L.A. Witt

Quelle: Amazon

📖 Darum geht´s

Neil Dalton ist bis in die Grundfesten erschüttert. Seit sein Leben von einem schrecklichen Verbrechen zerstört wurde, ist es von Trauer, Schuldgefühlen und dem Ringen mit PTBS bestimmt. Er hat große Angst vor einem Weihnachtsbesuch bei seiner Familie, deren Hilfe er braucht und der er gleichzeitig grollt. Dann taucht jemand aus seiner Vergangenheit auf und zieht ihm den wackeligen Boden unter den Füßen weg.

Jeremy Kelley hat der Krieg beinahe vernichtet, dann warf seine Familie ihn aus dem Haus, als er sie am dringendsten brauchte. Jeden Tag ringt er um sein emotionales Gleichgewicht. Er gibt sein letztes Geld für ein Ticket nach Chicago aus und betet, dass sein ehemals bester Freund ihn nicht im Regen stehen lässt.

Neil und Jeremy verbringen die Feiertage mit Neils Familie in ihrer Heimatstadt Omaha. Sie schlagen sich mit der Familie herum, mit Flashbacks … und mit Gefühlen, die nicht nachgelassen haben, seit sie das letzte Mal vergeblich versucht haben, mehr als Freunde zu sein. Während sie sich bemühen, ihre zerbrochenen Seelen zu heilen und beschädigte Brücken zu reparieren, sind sie mehr denn je aufeinander angewiesen. Aber sie können die gegenseitige Anziehung, die schon bestand, bevor sie beide vom Leben durch die Mangel gedreht wurden, nicht verleugnen. Aber wenn es damals schon nicht mit ihnen geklappt hat, wie sollen sie es jetzt bloß schaffen?
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📖 Meine Meinung vom 30.05.2020

Gleich zu Beginn muss ich sagen, ich kenn mich medizinisch mit PTBS nicht aus und weiß somit nicht, ob es im Buch korrekt behandelt wurde.
Für mich persönlich kann ich es mir, so wie die Autorin es geschildert und in die Geschichte verwoben hat, lebhaft vorstellen.
Die Situationen und auch die „Aussetzer“ die die beiden erleiden kamen sehr realistisch rüber.
Neil und Jeremy haben es ja sofort in mein Herz geschafft.
Sie kennen sich schon ewig und 2 mal haben sie ihre Freundschaft schon vermeintlich aufs Spiel gesetzt. Warum? Weil es für beide die erste große Liebe ist, der andere es aber nie erfahren hat.
Jetzt nach 5 Jahren Funkstille sitzt Jeremy vor Neils Tür und weiß nicht mehr weiter.
Beide Männer haben schwere, sehr unterschiedliche Traumata erlitten. Neil ist schon ein wenig weiter im Heilungsprozess, da er sich schon professionelle Hilfe gesucht hat, die ihm auch offensichtlich hilft.
Ohne groß darüber nachzudenken, nimmt Neil seinen besten Freund bei sich auf.
Die Konflikte, die dadurch entstehen, hat die Autorin sehr gut beschrieben.
Ist die Macht der ersten großen Liebe stark genug um ihnen über alles hinwegzuhelfen?
Ist die Freundschaft stark genug um sich gegenseitig zu halten?
Die Antworten findet ihr hier in dieser sehr emotionalen Geschichte
Da die Jungs nicht nur ihr Trauma zu bewältigen haben, sondern auch von ihrer Familie nur als Hetero eben in dieser vollständig akzeptiert werden, war ich die letzten 10% nur am Heulen.
Ob es da zu neuen Annäherungen und Akzeptanz kommt, werdet ihr hier erfahren.
Auch wenn die Übersetzung einige Schwächen hatte, tat es der Geschichte keinen Abbruch. Den Schreibstil der Autorin mag ich und es wird nicht das einzige Buch von ihr gewesen sein.

⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️

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