von Helena Moor

Quelle: Amazon

Darum geht´s

Winter in Berlin. Dunkler, grauer und verregneter kann die Weihnachtswoche nicht sein. Als Lilia (22) sich aufrafft, ihr einsames Hinterhofzimmer im Friedrichshain zu verlassen, um mit ihrer besten Freundin Claude einen Kneipenabend zu verbringen, ahnt sie nicht, dass die Liebe sie in den nächsten 24 Stunden wie ein Blitz treffen wird. Ron, ein großer, ziemlich gut aussehender und vor allem geheimnisvoll wirkender Typ erobert ihr Herz im Sturm. Lilia hält ihn nach all den Beziehungs-Fehlversuchen der letzten drei Jahre für die GANZ GROßE LIEBE. Allerdings läuft nichts so, wie sie es erwartet. Weder im Positiven noch im Negativen. Mal scheint Ron Lilias Liebe aus tiefstem Herzen zu erwidern. Dann stößt er sie wieder weg. Und das manchmal im Minutentakt.

Was ist nur los mit ihm? Liebt er Lilia oder nicht? Kneipentreffen, Parties und Zelttouren wechseln sich ab, aber trotz all der Leute, die Lilia kennt und neu kennenlernt, fühlt sie sich allein. Während Lilia versucht, dahinter zu kommen, was in Ron vorgeht, schlittert sie immer tiefer in eine Totalkrise und erkennt, dass sie sich erst mal um ihr eigenes Leben kümmern muss, statt um das sphinxenhafte Verhalten von Ron. Zum Beispiel um ihr Studium, mit dem sie völlig auf der Stelle tritt oder um die desaströse Beziehung zu Silvio, mit dem sie seit drei Jahren zusammenlebt und von dem sie sich jedes Jahr aufs Neue erfolglos trennt.

Mit Hilfe ihrer besten Freunde – Benjamin, mit dem sie mal einen Sommer lang zusammen war, Mogan, den sie durch Ron kennenlernt, Claude, die Angst hat, Mr.Right zu früh getroffen zu haben und dadurch ihre Freiheit zu verlieren, und Birke, die schon ein Kind hat – sowie einiger ziemlich brauchbarer Bücher, durch die Lilia anfängt, sich selbst zu analysieren, überwindet sie das tiefste Tief ihres Lebens, findet heraus, was sie will und sorgt nicht nur für das Liebesglück anderer, sondern hat am Ende auch selbst Glück.

Verliebt in einen Teufel ist eine Geschichte von der Suche nach sich selbst, den richtigen Freunden, dem richtigen Weg, dem Sinn des Lebens und natürlich der Liebe.
ein humorvoll geschriebener psychologischer Roman zum Thema Borderline
Quelle: Amazon

Meine Meinung vom 18.05.2016

Die Verschachtelung der Sätze fand ich prima. Lilia hat eine sehr bildliche Sichtweise der Dinge.

Die Geschichte hat enormes Tempo.

Ron, ja Ron….

Als ich dann an folgender Stelle war: “ Was habe ich? Bin ich inzwischen alkoholsüchtig? Oder essgestört? Warum löst es Spannungen, wenn man sich in die Haut ritzt? Warum ist der Schmerz beruhigend? Was ist das für eine Leere…. “ (81%)

Da dachte ich, verdammt, das trifft doch eigentlich auf das gesamte bisherige Buch zu.

Junge Menschen, die nicht wissen, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen. Die Angst vor der Zukunft haben. Die sich selbst hassen. Die Bindungsängste haben.

Es war eine sehr aufwühlende Geschichte.

Und hätte ich den Infotext bis zu Ende gelesen, hätte ich gleich gewusst, dass es sich um Borderline handelt. Dann hätte ich es an machen Stellen nicht so als arrogant und bösartig abgestellt.

⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️

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